Fohlengeburt (giving birth of a horse, More Info)
Die Geburt eines Lebewesens ist zutiefst ergreifend. Wir haben mit diesem Video versucht, diese Stimmung einzufangen und dem Betrachter die Einmaligkeit dieses Augenblicks zu vermitteln. Unserer Meinung nach hätte ein Sprecher diese Stimmung zerstört. Die Geburt ist fast in Echtzeit wiedergegeben, die Aufstehversuche und die Suche nach der Milchquelle sind gekürzt. Insgesamt hat die Geburt bis zum Schlußbild des Films etwa eine Stunde gedauert, der Film ist 30 Minuten lang und ist bei uns auf DVD erhältlich ( 25 € plus Versandkosten, Bestellung per E-Mail: info@bfva.de)
Trailer
Gesamtfilm
Wie kam es zu diesem Fohlenvideo
Wir waren auf einem Lehrgang auf dem Wiesenhof und hatten wie immer für alle Fälle unsere Videokameras mit dabei. Das Wetter war leider nicht so schön wie auf dem Film. Nur gelegentlich kam die Sonne durch, es war windig und recht kalt, ab und zu nieselte es ein wenig. Wir beschlossen trotzdem am Spätnachmittag nach dem Reitkurs am "alten Hof", dem Wohnhof der Familie Podlech, vorbeizufahren. Auf den Wiesen um den alten Hof herum war die Zuchtstutenherde untergebracht. Es waren bereits einige Fohlen geboren, von denen wir uns vielleicht noch ein paar Aufnhamen in der letzten Abendsonne erhofften.
Wie waren gerade auf dem alten Hof angekommen, als wir auch schon wild fuchtelnd empfangen wurden. Unsere Blicke folgten den ausgestreckten Armen und dann sahen wir es auch: Auf der Weider unterhalb des Weges lag eine Schimmelstute. Jetzt begriffen wir unser Glück.
Wie oft schon hatten wir sämtliche Mitarbeiter des Wiesenhofs mit unseren Fragen gelöchert, ob es nicht irgendwie möglich wäre, die Geburt eines Fohlnes zu filmen, egal wie, wir würden auch auf der Weide übernachten. Doch wen wir auch fragten, stets bekamen wir die gleichen Geschichten zu hören: Islandpferde gebären ihre Fohlen normalerweise vollkommen ohne menschliche Hilfe in der Herde auf der Weide - und zwar meistens nachts. Selbst wenn eine Geburt doch einmal tagsüber stattfindet und man es rechtzeitig merkt, bis man den Fotoapparat aus dem Haus geholt hat und wieder an der Weide ankommt, ist das Fohlen meist schon da. Die meisten sagten, dass sie selbst auch noch nie bei einer Fohlengeburt dabei waren.
Wir rissen hektisch unsere Kameras aus den Taschen, kletterten über den Zaun, jagten die Wiese entlang - haben wir auch alles dabei, reichen die Akkus, ist der Film bereits eingelegt, wo ist der Ersatzfilm, wird das letzte Tagelicht noch reichen? - und wurden erst ganz langsam und vorsichtig, als wir nahe genug bei der Stute waren. Die Stute hob nicht einmal den Kopf, als wir uns behutsam einige Meter von ihr entfernt ins Gras setzten und zu filmen begannen.
Wir waren genau im richtigen Moment angekommen. Die Vorderhufe waren gerade eben zu sehen. Alles, was danach passiert ist, zeigt dieser Film.
